Montag, 29. April 2013

Quilt


Der Stoff mit den Rennautos hat mich zu einem Quilt inspiriert. Ich lasse sie blockweise diagonal durchs Bild rasen. Die umgekehrt verlaufende Diagonale musste gefüllt werden. So sah ich mich nach einer geeigneten Rennstrecke um. Die Rennstrecke von Monza passte. Der Pokal von Monza leider nicht, der ging in die Breite und ich benötigte einen schlanken hohen. So musste der Weltmeisterschaftspokal herhalten. Start, Fahne und Ziel habe ich mit einem passenden Musterstoff gepiect und mit dem typisch karierten Rand wurde es ein Formel1-Quilt.

Den habe ich gestern zur Kommunion verschenkt und er kam gut an - nicht nur beim Kommunionkind. Auch die Augen des Vaters strahlten.

Mittwoch, 17. April 2013

Collage

Geplant war ein zartes silbriges Grau. Aber ich musste lernen, dass bei einem schwarz-weißen Hintergrund, Grau nicht funktioniert. Deshalb musste ich übermalen und jetzt ist der Hintergrund jeansblau geworden. Hat Spaß gemacht und es werden sicherlich noch weitere Collagen in diesem Jahr entstehen.

Collage

Diese Collage ist nach einer Idee von Jane Lafazio. Mir hat gefallen, dass sie den Hintergrund mit verschiedenen Texturen und den Vordergrund transparent gestaltet. Nun muss sie noch Farbe bekommen - was für eine - ??? Ich weiß es selbst noch nicht.

Sonntag, 7. April 2013

Collage - Frühling

Alles sprießt

Seit Donnerstag habe ich 25 Stunden an einem Quilt mit der Hand gequiltet. Seit heute Mittag ist er fertig und wird Ende des Monats verschenkt. Erst dann zeige ich ihn.

Dann war mir danach, den Frühling kreativ mit einer kleinen Collage zu begrüßen. Hier ist sie.

Keilrahmen – Stoffscraps – Acryl- und Stofffarben – selbst gefertigte Stoffperlen - Filz und Fäden

Kalender - Wenn einer eine Reise tut

Wenn einer eine Reise tut ...

Nun ist mein Kalenderprojekt abgeschlossen. Alle Blätter sind fertig. Da ich kulturelle Reiseerinnerungen verarbeitete, wählte ich als Oberbegriff "Wenn einer eine Reise tut ..." Zunächst hatte ich die Absicht, die Kalenderblätter am oberen Rand mit Ösen und großen Ringen zu versehen und sie auf einem Gestell als Klappkalender für den Tisch zu präsentieren. Dann aber empfand ich es als Zerstörung meiner Arbeit, wenn ich sie lochen würde. Nun stehen sie auf einem passenden Kochbuchhalter und werden als Lose-Blatt-Kalender monatlich umgeblättert.
 
Zur späteren Aufbewahrung oder zum Transport der Kalenderblätter einschließlich des Kochbuchhalters fertigte ich eine Buchhülle.


Kalender - Februar

Metropolis

Seit meinem letzten Eintrag ist die Zeit  wie im Fluge vergangen. Heute ist der erste Hauch von Frühlingsanfang, aber es fehlt noch ein Kalenderblatt, das an Winter erinnert und das ich nicht vorenthalten möchte.
 
Meine Februarreise ging 2010 nach Berlin zur Berlinale. Mein Mann ist ein absoluter Fan des Filmes Metropolis von Fritz Lang und die rekonstruierte Neufassung des Filmes wurde spät abends am Brandenburger Tor gezeigt. Es lag viel Schnee, es war furchtbar kalt, aber trotz allem ein tolles Erlebnis.
 
Hintergrund ist wegen der Nachtaufführung eine dunkle Batik. Aus Krawattenstoffen habe ich die Hochhäuser der Stadt Metropolis dargestellt. Die Protagonistin Maria, den Maschinenmenschen und die 10-Stunden-Uhr habe ich mit der Nähmaschine frei auf Organza gezeichnet (Vorlage waren jeweils Kaufschablonen). Die vielen roten Punkte im unteren Rand können mehrfach gedeutet werden: Sind es die Arbeiter, die morgens in die Stadt strömen? Sind es die frierenden Zuschauer, die mehr als zahlreich am Brandenburger Tor ausharrten? Ist es der rote Teppich der Berlinale?

Samstag, 16. Februar 2013

Kalender - April

Fit

Den April stand eine Reise nach Sizilien 2007 Pate. Wenn ich spontan nach dieser Reise befragt werde, erinnere ich u. a. den Besuch der römischen Villa Romana del Casale aus dem Jahre 310 n. Ch. in Enna. An was erinnere mich hier besonders? 
  • Eines der vielen sehr gut erhaltenen Bodenmosaike zeigte 10 Bikini tragenden Mädchen, die mit Hanteln und anderen Gerätschaften Gymnastik betreiben.
  • Das ganze fand 310 nach Christus statt und
  • das hätte ich nie gedacht, an der oberen linken Ecke war unter diesem Mosaik noch ein früheres Mosaik freigelegt. So wie wir heute Teppichböden austauschen, tauschten die Leute damals ihre Mosaikböden aus, irgendwie klasse.
Das war mir ein Kalenderblatt wert. Es handelt sich hierbei um eine Mixed-Media-Arbeit aus Filz, Hanffaser, Grungeboard … geknautscht, bestempelt, bemalt, bedruckt, appliziert – mit der Maschine gezeichnet.

Wie schon in meinem Dionysos-Quilt stelle ich auch hier fest, es hat sich auch über die Tausende von Jahren hinweg nichts geändert hat.

Kalender - März

Frühlingsanfang
 
Ich zitiere Friedensreich Hundertwasser:
„Wenn sich etwas zu bewegen beginnt, dann ist es immer in Spiralform. Ich glaube, die Spirale ist sozusagen dort, wo die Materie aufhört zu sein und beginnt etwas Lebendiges zu werden.“ Zitatende

2011 reisten wir wieder einmal an die Ostsee. In der Zeitung lasen wir, dass in Bad Schwartau im Heimatmuseum eine Hundertwasser-Ausstellung zu sehen sei. Also fuhren wir hin und schauten sie uns an. Dort wurden neben Bildern insbesondere seine Drucke gezeigt, aber auch Filme vervollständigten diese Ausstellung.

Ich finde, dass die Spirale, die Hundertwasser liebte, – seine Definition dazu und der Monat März mit dem kalendarischen Beginn des Frühlings eine perfekte Einheit bilden.

Auf einem bunt eingefärbten Baumwollsatin brannte ich die Spirale mit einem Lötkolben aus schwarzem Kunststoff-Filz aus. Um das Kalendarium schreiben zu können, musste ich die Teile der Spirale mit schwarzer Tafelfarbe präparieren, dann konnte ich vernünftig mit einem silberfarbenen Edding schreiben. Fimo-Knöpfe vervollständigen das Bild.


Kalender - Januar

Innovation

Meinen Januar widme ich Stephan Hann, dessen Ausstellung „Couture – Mode-Objekte“ mich im Januar letzten Jahres in Lübeck außerordentlich erfreute und auf die Idee dieses Kalenderprojektes brachte. Er verkaufte dort nämlich einige Kalender – lauter Originale und sehr kreativ gestaltet – mit meinen Blättern aber keine Ähnlichkeit – wie gesagt, nur die Idee kam mir dabei.

Stephan Hann erschafft Mode aus einer Kombination von „Wegwerfmaterialien“ und feinen Stoffen. Die Schlichtheit und Eleganz gefallen mir dabei besonders.

Mein Blatt habe ich im Mondrian-Stil gestaltet.

Die Flächen bilden sich aus verschieden farbigen Seidenstoffen. Die schwarzen Streifen klebte und nähte ich aus dem Tape eines alten Videos. Die Blumen häkelte ich aus dem Band einer Kinderkassette, die ich auf dem Speicher fand. „Januar“ schrieb ich aus besagtem Band und für die Ziffern kramte ich aus einer alten Fotokiste einen Negativstreifen hervor. Die Modezeichnung besteht aus der Original-Papiertüte eines Kleiderschnittes aus den 50ern und heißt „Flottes Backfischkleid" – den Schnitt besitze ich ebenfalls noch.

Freitag, 25. Januar 2013

Winter


Schnee und Kälte laden ein zum Quilten. Dies wird mein Winterquilt in Winterfarben und kuschelig weich. Für Quilterinnen ist "Winterblues" ein Fremdwort.

Mittwoch, 16. Januar 2013

cassetten tape - recycling


Beim Aufräumen des Speichers fand ich alte Kassetten. Eine kleine Spielerei: Häkelblümchen und Geschriebenes!

Samstag, 5. Januar 2013

Kalender - Dezember

Wilhelminagrot

Der Dezember ist für mich der Weihnachtsmonat. Ich bin ein absoluter Weihnachtsfreak. Dazu gehört auch der Besuch von guten Weihnachtsmärkten.

Ein Wochenendausflug nach Valkenburg in den Niederlanden war Ausgangspunkt  meines Kalenderblattes. Valkenburg hat 3 Grotten. In einer ist im Dezember ein  Weihnachtsmarkt zu sehen (kitschig – hat mir nicht gefallen), in der zweiten  Höhlenmalereien und in der dritten, der Wilhelminagrot, ist eine Weihnachtszenerie zu finden, für die  sich eine Reise lohnt. Diese Szenerie ist aus SAND erbaut. Am Werk waren m. E.  Bildhauer, die ihr Handwerkszeug perfekt auch in Sand beherrschen. Detailtreue (z. B. kleine  Mäuschen an Kornsäcken in der Herberge, Salamander, die aus der Stadtmauer von  Bethlehem heraushuschen, ängstliche, erstaunte Mienen bei den Hirten usw.) lässt  die Münder des Betrachters offen stehen.

Die eigentliche Höhle hat in über 30 m Breite und mehr als 6 m Höhe die Weihnachtsgeschichte von der Herbergssuche bis zu den Heiligen Drei Königen, in  Nebenhöhlen befinden sich Szenen von Weihnachtsstuben zu Hause und Weihnachten  in der Kirche mit Chorgesängen und allem, was dazu gehört - und alles - wie  gesagt - aus Sand skulpturiert!

Wegen des Werkstoffes Sand bin ich insgesamt im „Natur"bereich geblieben:
Sandboden aus X-Pandaprint geplustert, Foto des Verkündigungsengels blass auf Naturseide gedruckt, Wäscheband ist aus dem Nachlass meiner  Schwiegermutter und aufgrund des Alters mit natürlichem Gilb, Leinengarn und Perlmuttsterne.

Kalender - November


Pause

Bei meiner Reise der Erinnerung in Kultur und Ferne stellte ich fest, dass ich im November noch niemals verreist war. 

Um trotzdem einen Reisebezug herzustellen,  verarbeitete ich von meinen Reisen gesammelte Zuckertütchen zu einer Graffitimauer.  

Während der Beschäftigung mit meinem Novemberblatt buchte ich übrigens vier (Kurz)reisen für 2013, zwei davon zu textilen Kunstveranstaltungen. Mir war zwar klar, dass ich immer am Jahresende schon fürs nächste Jahr plane und buche, aber jetzt weiß ich, dass es wohl der Pausenmonat ist, der dafür herhalten muss.

2013

So bunt und fröhlich wie meine vor Jahren in den Weihnachtsferien entstandene Quiltdiva soll euer Jahr 2013 sein. 

Ich wünsche uns allen, dass wir am Ende auf ein solches zufrieden zurückblicken dürfen.