Mittwoch, 20. Mai 2015

Nadelwelt Karlsruhe

Die Ausstellung ist vorbei. Mit den nachstehenden Arbeiten habe mich dort beteiligt. Das erste Thema unserer Gruppe lautete: Türen und ihre Geheimnisse. Hierbei war freigestellt, ob man eine reale Tür oder eine Tür im übertragenen Sinne arbeiten mochte.

Mein erster Beitrag war "Der gläserne Mensch". Mit ihm wollte ich aufzeigen, dass man in sich hineinschauen lässt wie der Blick durch eine "Glastür", und zwar immer dann, wenn wir uns im Netz bewegen.

Der gläserne Mensch

Mein zweiter Beitrag zum Thema sollte eine literarische Tür sein. Die Sonne scheint grün heut' und die Glocken läuten auch für mich ..." sprach der Sohn des Lehrers in dem Stück "Andorra" von Max Frisch, als sein Vater ihm eine Lehrstelle als Tischler "kaufte". Max Frisch hat in diesem Stück die emotionale Seite in Prosa sprechen lassen.

Deshalb wählte ich eine weiße Tür für das "schneeweiße" Andorra - Unschuld der andorrianischen Jungfrauen und die Unschuld der Andorraner. Den Satz schablonierte ich in weiß mit Acrylfarbe. Das Türblatt quiltete ich brüchig und pinselte Steinstrukturgel - alles ist nur scheinbar rein, sauber und gerecht. Der Stacheldraht steht für die Sperren im Kopf. Öffnet man die Tür, so habe ich versucht die Hoffnung des Jungen auszudrücken. Hierzu wählte ich einen blauen Himmel, in den Pusteblumen aufsteigen mit den Worten 'Frei fliegen, in den blauen Himmel, nicht wissen, wohin es mich trägt, irgendwo niederlassen, neue Wurzeln schlagen, hoffen."

Hoffnung

Das zweite Jahresthema unserer Gruppe war "Textilien und ihre Geschichten". Bei diesem Thema musste zwangsläufig zurück geblickt werden. Im Prinzip sammele ich nicht. Aber von einigen Dingen trenne ich mich auch nicht, weil diese Dinge eine Geschichte erzählen. Eine fragmenthafte Auswahl dieser Textilien findet sich in dieser kleinen Serie wieder. Spannend finde ich auch das Material „Draht“ - auf der einen Seite fest in seiner Struktur, auf der anderen Seite durch seine Biegsamkeit flexibel. Ich denke, von beidem ist etwas in mir. So entstand die Arbeit

Weil ich ein Mädchen bin



Donnerstag, 14. Mai 2015

Austellung Nadelwelt

Das Auto vollgepackt geht es nach Karlsruhe.
Messeausweise besorgt, Hängefläche angeschaut und tief durchgeatmet.

 
Alles liegt bereit, das Hängen kann beginnen.
  
Geschaft, jetzt noch aufräumen und wir freuen uns auf viele viele interessierte Ausstellungsbesucher.
Ein Bild von oben.

Mittwoch, 6. Mai 2015

Heute aus meinem Atelier

Diese Arbeit ist noch nicht fertig und hat auch noch keinen Titel. Ich arbeite einfach so daran. Die Blumen sind aus einem alten Theater-Textheft recycelt und mit wasserlöslichen Tuscheblöcken angemalt. Mit ebenfalls angemalter Maulbeerrinde und Seidenkokons entstanden die weiteren Pflanzen. Jetzt muss noch Struktur gequiltet werden und dann ist es fertig. Ein zweites Teil wartet, die Papiere sind schon aufgeklebt und bemalt.

Ausstellung

Wenn die Ausstellung Alkün IX am Sonntagabend zu Ende ist und die Exponate wieder in den Alukisten verpackt sind, reist eine Kiste weiter nach Frankreich.

Hier sind wir eingeladen, beim

in Chabeuil vom 5. - 7. Juni 2015

unsere Arbeiten zu zeigen. Über diese Einladung haben wir uns sehr gefreut.


Einladungen zu Ausstellungen – gerade auch ins Ausland – empfinde ich immer als Anerkennung der Textilkunst und Motivation mit Freude weiter kreativ zu arbeiten. So sind die alküns  u. a. nach Tainan zur "Taiwan International Quilt Exhibition 2016" eingeladen. Wir arbeiten schon fleißig für diese Ausstellung.

Aussstellung


Man muss Prioritäten setzen und so ist die Zeit seit Januar mit einer Balance zwischen Erstellen neuer Exponate und der Organisation von Ausstellungen wie der Blitz vergangen. Jetzt gehts wieder weiter hier auf meinem Blog.


Das ist die Titelseite unserer Pressemappe für die Ausstellung mit einem Detail der Traumtüren unserer Künstlerin Charlotte.

Alküns IX

Türen und ihre Geheimnisse
Geschlossene oder auch nur spaltbreit geöffnete Türen haben immer etwas Geheimnisvolles, einen besonderen Reiz und wecken Interesse. Wir haben versucht, unterschiedliche Sichtweisen dieses Themas darzustellen. Es geht also nicht nur um real zu öffnende Türen, die den Blick auf das Dahinter freigeben, sondern auch darum, den Zugang zu anderen Menschen oder Dingen zu finden, im übertragenen Sinne "eine Tür zu öffnen".


        Textilien, die persönliche Geschichten erzählen
Unter diesem Thema wurden sechsteilige Serien mit teils sehr persönlichen, familiären Inhalten, aber auch allgemeinen Geschichten gestaltet, die ihren Ursprung in Textilien haben. 

Man findet uns auf der

Nadelwelt Karlsruhe
Messe Karlsruhe, Messehalle 1
Messeallee 1
76287 Rheinstetten

Freitag, 15.05. - Sonntag 17. 05. 2015
Öffnungszeiten 9 – 18 Uhr, Sonntag 9 – 17 Uhr
Stand 20

Wir freuen uns auf und über zahlreiche Besucher und führen gerne durch unsere Ausstellung. Es gibt viel zu sehen, zu lesen und auch zum Teil interaktiv hinter die Türen zu schauen.

Sonntag, 4. Januar 2015

2"



Die letzte Arbeitsprobe und diese gehören projektmäßig zusammen.

Für ein neues Drahtkleid – diesmal aus einem Originalleinendruck und einer Originalpapierausgabe der WAZ aus den 60er Jahren – plante ich ein Oberteil als Minibuch. Das war keine gute Idee, es sah an dem Drahtgestell wie eine Ziehharmonika aus und fand deshalb seinen Weg als Arbeitsprobe auf eine 2“-Leinwand.

Dieses Geflecht ist ein Rest aus besagtem Leinendruck und einem in Draht geformten Wort, das sich auch auf dem Kleid wiederfindet.

Meine Arbeiten sind übrigens im Mai auf der Nadelwelt 2015 in Karlsruhe zu sehen; deshalb noch nicht hier.