Dienstag, 8. Dezember 2015

Ausstellung "Format trifft Farbe"

Schlag auf Schlag geht es weiter. Bis zum 11. Januar 2016 zeigt der Arbeitskreis Kunst Troisdorf e.V., dem ich angehöre, anlässlich seines 40jährigen Jubiläums eine vielseitige Ausstellung.


Jede(r) von uns erhielt Leinwände 50 x 100 m und musste diese gestalten. Ich bin mit drei Arbeiten vertreten:

Menschengemacht

In den Urwäldern Nigerias, Ecuadors, Perus, Brasiliens, Venezuelas oder Kanadas - Heimat exotischer Pflanzen, Tierarten und indigener Stämme - befinden sich die größten Erdlreserven. Für die Bohrung nach Erdöl, die Errichtung der Anlagen, der Schaffung von Transportwegen werden Wälder abgeholzt, Flächen zerstört, verschmutzt und verwüstet. Somit verlieren Tiere, Pflanzen und Menschen ihre Heimat. Plastik wird fast ausschließlich aus Erdöl hergestellt - es braucht bis zu 400 Jahre zum Abbau.

Plastic forever

Ca. 13 Millionen Tonnen Plastikmüll landet jährlich im Meer. Zum Abbau braucht es ca. 450 Jahre. Bei der Zersetzung geben Kunststoffe giftige und hormonell wirksame Zusatzstoffe, wie Weichmacher, Flammschutzmittel und UV-Filter in Form von Mikroplastikpartikeln in die Meeresumwelt ab, die von Fischen und anderen Meerestieren mit der Nahrung aufgenommen werden. Diese Schadstoffe gelangen durch den Verzehr dieser Meerestiere wieder bei uns Menschen.

Manipulation 
 
Manipulation entstehenden oder passieren auf vielfältige Art, z. B. durch Witterungseinflüsse an Stahl und Eisen, natürliche oder künstliche Alterung bei Kupfer, gezielt eingesetzte Medien zur Meinungsbildung, Anwendung gezielter Marketingstrategien zum Erreichen des gewünschten Kaufverhaltens, um nur einige Möglichkeiten zu nennen.

Ausstellung "Mal so - mal anders"

Die Ausstellung war ein schöner Erfolg. Unser Künstlerteam setzte sich dem Titel entsprechend zusammen: Fotografie, Malerei, Textilkunst, Zeichnen. Es gab viel zu sehen, nette Kontakte und tolle Gespräche.

Impression Vernissage
 
"Mal so – mal anders" hatte ich zum Anlass genommen, zum einen Teil meiner Umweltarbeiten zu zeigen (dieses Thema treibt mich nach wie vor um) und zum anderen fertigte ich kleinformatige Collagen aus Stoff mit für mich neuen Techniken an (dieses Arbeiten war für meine Seele).

Gestricktes Leid 

In Amerika wird Baumwolle unter Einsatz von Pestiziden, viel Wasser und Dünger angebaut. In Indien verspinnen Kinder sie zu Garn für einen Lohn von 10 Cent pro Tag. In China weben, färben und nähen billige Arbeitskräfte unter schlechtesten Arbeitsbedingungen. In Europa können die T-Shirts billig eingekauft und getragen werden. Die entsorgten T-Shirts landen in Afrika auf den Märkten. Die Textilindustrie dort verschwindet. Das T-Shirt hat nun 40.000 km zurück gelegt.

Hier handelt es sich um T-Shirtrecycling: Siebdruck, mit den Armen verstrickt - war trotz des ernsten Themas recht lustig, die Arme als Stricknadeln einzusetzen - und mit Labels, Nägeln und Billigpreisschildern bestückt. Nach drei Tagen Ausstellung weiß ich, es ist doch noch nicht fertig. Die Nägel sind zu kurz, die Rückseite wird noch gestaltet und demnächst soll es frei hängen.

Und hier die kleinen Collagen:

Sonntag, 25. Oktober 2015

Ausstellung

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.


"Mal so, mal anders!"
13. - 15. November 2015

Eröffnung der Ausstellung 
Freitag, 13.11.2015, 19:00 Uhr

Öffnungszeiten
Samstag und Sonntag 11:00 - 17:00 Uhr

Kunsthalle LohmArt
Scheiderhöher Str. 42
53797 Lohmar

Ulrike Backs, Edgar Brons, Birgit Friese, Anita Kürten, Elena Plötz laden herzlich Vernissage und zu den Öffnungszeiten ein und freuen sich auf viele Gäste.

Der Titel signalisiert schon: Wir zeigen Arbeiten in verschiedenen Techniken der Malerei, Fotokunst und Textilkunst. Es ist spannend, dies zu einer harmonischen Ausstellung zusammen zu fügen.

Ich beteilige mich mit neuen und zum Teil bekannten Arbeiten zu verschiedenen Themen und neuen Techniken - eben "Mal so, mal anders!".

Collagen


Was tun mit den vielen Färbeergebnissen?


Dieser bunte Haufen inspiriert mich: Kleine Stoffstücke – kleine Formate – kleine Collagen.


Ich suchte mir einige Farben heraus, bedruckte weißen Stoff mit Schrift und nach und nach entstanden sind in dieser Woche 12 Arbeiten in der Größe 20 x 20 cm. Hier mein erstes Ergebnis. Ich gebe zu, sehr farbenfroh ist dieses Beispiel nicht. Aber Grau-Blau-Pink sprach mich als allererstes an. Die weiteren Arbeiten sind schon „farbiger“. Alle zeige ich in meiner Ausstellung im November in Lohmar.

T-Shirt


Auch die Idee des XXL-Strickens mit T-Shirts konnte ich weiter entwickeln. Gestern bedruckte ich 12 XXL-T-Shirts und schnitt sie in Endlosstreifen. Die große Menge und die Riesenformate der T-Shirts ließen mich allerdings vom Beschreiben Abstand nehmen.

Im Laufe der nächsten Woche verstricke ich das Riesenknäuel. Bei meinen Ausflügen durchs Netz bin ich auf die Möglichkeit des Armstrickens gestoßen. Auch das will ich ausprobieren - hat was. Dann entscheide ich, ob die Riesenstöcke oder die Arme herhalten müssen.

Frühchenquilt

Eine spannende arbeitsreiche Zeit, ich bin sehr fleißig.

 

Ich habe an allem, was ich Anfang des Monats vorgestellt habe, weitergearbeitet. Und zwischendurch wurde noch ein Frühchenquilt gebraucht. Da ich von den Kinder/Puppenquilts noch immer Reste habe, nähte ich diese Woche eine Minidecke.

Freitag, 9. Oktober 2015

T-Shirt

Gestern hatte ich endlich einmal ein wenig Zeit, um an einer Idee zu werkeln, mit der ich schon lange liebäugele. Ich beschrieb ein altes T-Shirt  und zerschnitt es in einen Endlosstreifen. Dann nahm ich zwei Rundhölzer von 1 m Länge und 4 cm Durchmesser und versuchte damit zu stricken. Ich hatte meine Zweifel, da sie ja nicht nach oben hin spitz zulaufen. Ich musste zwar sehr hoch auf einem Stuhl sitzen und besonders handlich war das ganze auch nicht. Aber es hat funktioniert, ich freue mich. Jetzt kann ich meine Idee zum Thema "Missstände in der Textilwirtschaft" weiter verfolgen.


Donnerstag, 8. Oktober 2015

Mutuba - die Gemeine Wildfeige aus Uganda


Wie im vorigen Beitrag erzählt, arbeite ich seit Frühjahr mit dem Rindenstoff der Mutuba-Wildfeige aus Uganda.


Um das Auge formen zu können, musste die Rinde nass sein. Nach dem Trocknen bleibt sie jedoch in Form. Auf dem Foto ist ein Detail meiner Arbeit, vom 29. April bis 30. Mai 2016 im Rahmen der Taiwan International Quilt Exhibition 2016 zum Thema "Schützt den Lebensraum Erde - Wald" in Tainan zu sehen ist. Deshalb kann ich das ganze Exponat erst im nächsten Frühjahr posten.


Hier die Rinde in einer Arbeit zum Thema "Manipulation" - hier Manipulation durch Natur und Mensch - verarbeitet.


Diese Arbeit - Detail - hat die Abholzung der Regenwälder zugunsten der Erdölgewinnung zum Thema. 

Da beide Arbeiten ebenfalls für Ausstellungen gefertigt sind, zeige ich sie später ganz und schreibe auch meine Gedanken dazu. Jetzt wollte ich eigentlich nur zeigen, wie die Rinde verarbeitet werden kann.

Färben - Ergebnisse

Jetzt sind die Färbeergebnisse vom Montag gewaschen, gebügelt und fertig. Mir gefällt es.

Besonders stolz bin ich auf das obere Stück. Seit einigen Monaten verarbeite ich für meine Projekte die Rinde der Mutuba-Wildfeige von der Firma BarkCloth®. Am besten lässt sie sich verarbeiten, wenn sie feucht ist. Deshalb lag sie wochenlang in einem kleinen Wännchen mit Wasser. Da der Rindenstoff ziemlich ausblutete, hatte ich Bedenken, ob es mir gelingt, auch ein Stück Stoff damit zu färben. Jedenfalls probierte ich es aus und legte ein Stück Baumwollstoff dazu. Dann ließ ich den Stoff in einer Soda-Salz-Lösung über Nacht liegen und wusch es mit den anderen Stoffproben bei 60 oC. Das Ergebnis liegt hier. Tolle Struktur!

Die farbigen Stoffproben sind gefärbt mit

Schwarz/Magenta - Magenta/Fuchsia – Sonnengelb/Fuchsia – Zitronengelb/Magenta – Schwarz/Türkis – Zusammenschütten der Reste Schwarz/Magenta/Sonnengelb/Nachtblau/Türkis – heraus kam dabei ein sattes Brombeer.

In 14 Tagen geht’s weiter mit dem Färben. Dann muss ich mal überlegen, was ich mit all den kleinen Stückchen zaubere.